SY LIL Basilea
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Leinen fest

Am Mittwoch 30. Mai sind meine beiden Mitsegler Urs und Steve Richtung Schweiz abgereist, wir hatten hier an diesem Tag bis 45 Knoten Wind mit fliegendem Wasser im Hafen, was letztlich kein Problem war. Davon haben auch die Beiden etwas abbekommen, ihr Airbus konnte bei diesem Wind nicht starten, so sind sie über Umwege nach Lissabon gekommen mit einem ungeplanten Hotelaufenthalt.
Ich habe die letzten Tage genutzt das Schiff zu klarieren und kleinere Reparaturen zu machen, und nicht zuletzt erste Eindrücke zu sammeln von dieser wunderbaren Insel. Ich freue mich nun sehr, diese Inseln im Verlaufe des nächsten Jahres mit meiner Familie zu bereisen. Unsere LIL bleibt nun also bis auf weiteres auf den Azoren. Immer wieder werde ich gefragt, wann ich denn nun abreise, und wohin die Reise gehen soll. Auf meine Antwort, dass das Schiff vorerst hier bleibt, reagieren viele fast ein wenig neidisch – wir reisen eben ganz langsam und dies ist hat für uns eine sehr gute Qualität. Und nach den Azoren? Wir werden sehen. Vielleicht Portugal, England, Bretagne, Ostsee…?
Wie es der Tradition der Atlantiküberquerer entspricht haben auch wir uns auf  der Hafenmole verewigt.
Nun  freue ich mich nun auf meine Familie – und meine Familie freut sich auf mich!

Bis dann!
Markus

Horta

Gestern um 11.00 sind wir in Horta eingelaufen. Bis auf 3 Meilen an der konnten wir die wolkenverhangene Insel Faial nicht sehen. Regenguesse gingen ueber uns nieder, und dann kurz vor dem Einlaufen in den Hafen klarte es auf, die Sonne brach durch, herrlich. Schoen so anzukommen. Bereits im Vorhafen ankern 10 bis 15 Yachten, die Yachten der ARC Regatta sind auch am eintrudeln, der Hafen ist sehr voll. Viele Antlantikueberquerer wie wir haben provisorisch in Paeckchen festgemacht, es herrscht ein emsiges Treiben. Schon vor dem Einklarieren machen wir erste Bekanntschaften mit Seglern aus aller Welt. Schoen diese Gesellschaft. Wir bekommen trotz vollem Hafen einen Liegeplatz zugewiesen und machen fest.

Schon bald sind wir drei losgezogen, kurz fuer ein Bier, auf der Ueberfahrt war keines dabei, ach und Hunger hatten wir auch, und sind dann kurz vor dem Morgengrauen nach zwei Bier zum Schiff zurueckgekehrt. Wir alle sind gluecklich und dankbar gesund anzukommen. Tauschen uns einmal mehr aus, erfreuen uns einmal mehr am guten Gelingen und vor allem auch an der schoenen Freundschaft die entstanden und gewachsen ist, mit viel genseitigem Vertrauen und Respekt. .

Nun gilt es Reinschiff zu machen, es wartet einige Arbeit auf uns, gehoert wohl auch dazu Abschied zu nehmen von dieser Reise und auch voneinander.

Schoen wars.

Zielgerade

Nach fast zwei Tagen unter Motor mit einem Boxenstopp um die Dieselfilter zu wechseln, haben wir seit drei Uhr morgens wieder schoenen Segelwind bekommen aus SW und rauschen mit 6 bis 7 Knoten achterlichem Wind Richtung Azoren. Nochmals Segelspass pur, nach dem gestrigen Sonnentag heute wieder bedeckt und kuehl. Die ersten Vorbereitungen fuer die Ankunft in Horta werden getaetigt, wie Rueckfluege bestaetigen, Hafenplatzreservation bestaetigen, Fender wieder aufblasen, Gemuesekeller aufraeumen, generell Proviant pruefen, aufraeumen, Reisefuehrer Horta studieren, Listen erstellen fuer die Unterhaltsarbeiten und die Reinigungsarbeiten in Horta.

Aber auch Abschied nehmen von dieser Reise, diesem Abenteuer ueber den Atlantik mit all seinen Geschichten und Eindruecken, Abschied nehmen von den Freundschaften hier auf dem Schiff mit all den Geschichten, die auf dem Schiff bleiben, so sagt man. Abschied nehmen vom Meer. .

Wir haben so viele Stunden damit verbracht das Meer zu betrachten in all seinen Farben und Wellenbildern und es war uns nie zuviel, nie genug. Jeden Tag neu haben wir uns faszinieren lassen von diesem Schauspiel, oft uns beim Betrachten einfach selber treiben lassen. Einfach wunderbar. Und seit fuenf Tagen begleiten uns taeglich gefleckte Atlantikdelfine, schwimmen nebenher, springen vor dem Bug, und ab und an laesst sich der eine oder andere zu einem Salto verleiten. Wenn wir Glueck haben, werden wir auch Wale sehen. Es leben hier vor allem Pottwale, aber auch Blauwale und Buckelwale. Wir werden also gut Ausschau halten .

Ein beachtlicher Stapel Buecher kommt zusammen der gelesen wurde, viele viele Hoerbuecher haben uns durch die Nachtwachen begleitet. Musik haben wir uns wenig angehoert, du Ruhe war uns wohl naeher. .

Es besteht eine alte Tradition, dass ankommende Segler, die den Atlantik ueberquert haben nicht nur die weltberuehmte Bar Cafe Sport besuchen, sondern auch ein Gemaelde an der alten Hafenmauer anbringen und damit das Ankommen der Yacht verewigen. Bereits werden die ersten Entwuerfe skizziert, Steve meint, eine Palme muesse unbedingt auch drauf. Interessierte werden unser Gemaelde der SY LIL also in Horta finden.

Speisekarte SY LIL

Fruehstueckskarte

Mueesli mit frischen Ananas, Mango, Guava, Grapefruit, Bananen, nur bis 35 Grad Nord.

Mueesli mit Apfel fein gerieben, Zitronensaft frisch gepresst, Knusperzeugs

Crepes mit Champignonsauce

Ruehrei mit Speck und Gemuesebouquet

Roesti mit Spiegelei und Gemuesebouquet

Frisch gebackenes Weissbrot

Frisch gebackenes Dinkelbrot

Butterzopf Weizen und Dinkel

Apfelkuchen mit Dinkelmuerbeteig

Vorspeisen

Gruener Gartensalat mit Claudias Peterli

Gemischter Gartensalat mit Gurken, Peperoni, Zuckermais

Thonsalat mit Gruss aus den Garten

Kabissalat mit Karotten und Fricktaler Baumnuessen

Rueeblisalat mit Claudias Peterli

Tacos mit hausgemachten Dips

Hauptspeisen

Reis mit Yamscurry

Berner Roesti und Spiegelei

Kartoffel, Tomaten, Zughettigratin

Kartoffelgratin mit Gemuese und Speck

Teigaffengratin mit Gemuese, Speck und Schinken

Restengratin Kunterbunt

Fisch, Catch oft he Day, aber nie etwas gefangen

Kartoffelstock mit Pilz, Zughetti Rahmsauce, Wuerstli

Bratkartoffeln mit Rueeblisalat

Warmer Gemuesesalat mit Tropical Dressing

Pizza und ausnahmsweise eine Flasche Merlot

Kartoffel Zwiebel Kaesewaehe nach Peters Art und ausnahmsweise eine Flasche Merlot

Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan

Dessert

Tropische Fruechteplatte bis 35 Grad Nord

Jedemengeguetsli

Sturm im Logbuch

Wie wir aus gut informierten Quellen erfahren haben soll es einen heftigen Sturm in unserem Logbuch gegebenen haben, wilde Schriftzeichen haetten sich ueber unsere Berichte gelegt. Wir haben die Loesung delegiert, selber koennen wir dies weder sehen noch Einfluss nehmen. Nichtsdestotrotz duerfen wir vermelden, dass es uns allen gut geht, wir nun also auf die Autobahn Richtung Azoren eingebogen sind. Ein Rudel Delfine hat uns den Weg gewiesen. Vom Feiertagsverkehr haben wir noch nichts mitbekommen, vielleicht aendert sich dies noch am Pfingstmontag mit dem Rueckreiseverkehr, wir sind gewappnet. Bald gibt’s wieder mehr vom Meer.

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